Liebe als Geschenk
Liebe als Geschenk
Persönlicher Blogeintrag von Madeleine

Glaube, Hoffnung, Liebe – das klingt alles so schön pathetisch, sogar ein bisschen kitschig, oder? Aber wenn man es ernst nimmt, dann sieht man, dass diese drei Säulen es sind, die unsere Welt tragen. Und dann hat das Ganze so gar nichts Kitschiges mehr an sich.

Liebe ist ein Geschenk. Doch sie ist auch eine Entscheidungsfrage. Wenn man die Botschaft Jesu ernst nimmt, bleibt einem nur die Entscheidung zu einem Leben in Liebe. Immer wieder neu muss ich mich dazu aufrufen, meinem Gegenüber in Liebe zu begegnen. Auch das klingt vordergründig einfach und irgendwie auch wieder kitschig, aber hier ist nicht das schiedlich, friedliche Zusammensein mit den Leuten gemeint, die mir gerade am liebsten sind. Sondern die Entscheidung zur Liebe meint auch den Verzicht auf – physische wie verbale – Gewalt und die konsequente Umsetzung von Vergebung. Und das ist oftmals gar nicht so einfach. Wie gerne würde man manchmal sein Gegenüber so richtig hart in Grund und Boden stampfen, sodass nur noch der Scheitel rausguckt? Wie oft würde man sich gerne an jemandem rächen, der einem Leid zugefügt hat? Wie oft würde man jemanden gerne beleidigen, weil er es einfach verdient hat? Und wie oft tun wir diese Dinge? Das muss jeder für sich selbst beantworten. Aber wenn man diesen Vergeltungsdrang überwindet, hat man verstanden, was Liebe eigentlich bedeutet und wozu sie fähig ist.

Für mich heißt Liebe, auch mal zurückzustecken. Und Liebe heißt, ehrlich zu sich selbst zu sein, sich immer wieder zu hinterfragen und mit Gottes Hilfe Vergebung zu wagen. Das funktioniert. Echt jetzt.