Glaube – ein FALLbeispiel
Persönlicher Blogeintrag von EphraimsTochter

Das Lied „Hey“ von Andreas Bourani handelt von Sinnlosigkeit, Misserfolg, Angst. Ich denke da an ganz alltägliche Dinge, die mir das Gefühl geben zu fallen.

Ich denke an viel zu volle To- Do Listen, die ich niemals in dem Zeitraum erledige, in dem ich es mir vornehme. Erschlagen von der Länge der Liste lege ich mich lieber noch einmal ins Bett.

Ich denke an viele, gute Vorsätze für das neue Jahr: Ab morgen möchte ich jeden Tag früh aufstehen und den Tag nutzen. Die Wohnung werde ich natürlich die ganze Zeit ordentlich halten und, und, und. Am 2. Januar wird deutlich: Das wird nichts.

Ich denke an Klausuren und Prüfungen und an das Karussell, in das meine Gedanken vor ihnen steigen, das sich immer schneller zu drehen scheint. An die Angst ich könnte es nicht schaffen, durchfallen, meinen Erwartungen an mich nicht gerecht werden.

„Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich“, Andreas Bourani, „Hey“, 2014

Die Botschaft von Andreas Bourani klingt simpel aber die Umsetzung finde ich gar nicht mal so einfach, denn das Karussell dreht und dreht sich. Bin ich überhaupt stark, kreativ, klug genug um zu bestehen?

Aber je länger der Refrain des Liedes in meinem Kopf herumgeistert und ich beginne mit meinem Herz zuzuhören, merke ich, wie es mich beruhigt, wie das Karussell langsamer wird. Denn selbst wenn ich schon wieder meine To- Do Liste nicht geschafft habe, auch wenn ich durch sämtliche Prüfungen falle, wenn ich hinter meinen Erwartungen zurück bleibe merke ich:

Es ist Ok, wenn ich falle, denn ich glaube fest daran, dass Gott mich auffängt. Das macht mir Mut und schenkt mir die Kraft es nochmal zu versuchen und nicht aufzugeben.

„Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu geh`n
komm nicht auf Scherben zum steh`n“, Andreas Bourani, „Hey“, 2014