Das Geheimnis des Glaubens
Das Geheimnis des Glaubens
Persönlicher Blogeintrag von Elisheba

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte meinen Gott beweisen. 

Ich wünsche mir, ich hätte etwas, an dem ich festhalten kann. Ein Fakt, der unumstritten ist. Ein Erlebnis, von dem ich 100 %-ig sagen kann, dass es eine Begegnung mit IHM war. Ein Ereignis, von dem ich nicht im Nachhinein sagen kann, dass das alles nur Zufall war und vielleicht doch nur eine Einbildung.  

Manchmal möchte ich mir gerne ein Bild machen können von IHM, von seinem Wesen. Klarheit haben. Nicht nur Glauben, sondern Wissen.
Aber ist es nicht genau das, was den Glauben an Gott ausmacht. 
Diese Unklarheit,  dieses Geheimnisvolle und Mystische, das Rätselhafte und Unerklärliche?
Ist es nicht genau das, was so faszinierend ist?
Ich glaube an einen Gott, obwohl ich ihn nicht beweisen kann. An einen Gott, den ich nicht greifen kann und von dem ich eigentlich so gut wie nichts weiß, weil er unergründlich ist, sich nicht in eine Schublade stecken lässt und von dem man schon gar keine Charakterisierung schreiben kann, wie man es in der Schule lernt.

Ich glaube an Gott obwohl er so rätselhaft ist. 
Oder vielleicht auch genau deshalb.